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Wer steht dahinter? Wofür setzen wir uns ein?

Das Interaktionsmodell «Eigenwelt Demenz» wurde von Prof. Bernhard Müller am Institut Alter der Berner Fachhochschule im Rahmen seiner Forschungs- und Bildungsarbeit in angewandter Gerontologie entwickelt. 2022/2023 wurden in zwei Pilotstudiengängen 26 Fachpersonen aus unterschiedlichsten Bereichen der Arbeit mit Menschen mit Demenz als Trainer:innen in «Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz» ausgebildet. Sie sind befähigt und autorisiert, die 12-teilige Kursreihe «Eigenweltorientiert kommunizieren lernen» für betreuende Angehörige anzubieten, zu gestalten und zu evaluieren. Die wissenschaftliche Evaluation von 22 Kursen mit über 130 betreuenden Angehörigen zeigt auf, dass durch die Schulung das subjektive Belastungserleben von betreuenden Angehörigen signifikant abnimmt und sie gleichzeitig eine wirkungsvolle Veränderung ihres Kommunikationsverhaltens im Alltag mit ihrem Angehörigen mit Demenz wahrnehmen.

Überzeugt von der Möglichkeit mit diesem Angebot «Eigenwelt Demenz» einen Beitrag zur Förderung einer demenzfreundlichen Gesellschaft leisten zu können, haben die beiden Trainerinnen Andrea Hänni und Tamara Bloch in Zusammenarbeit mit Bernhard Müller am 12. August 2024 den Verein gegründet. An der ersten Versammlung vom 7. Oktober 2024 haben 20 Trainer:innen als aktive Mitglieder teilgenommen. Sie haben sich verbindlichen Richtlinien und Qualitätsstandards für die Verbreitung und Weiterentwicklung von «Eigenwelt Demenz» in unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft verpflichtet. Im Zentrum steht das Mitmenschsein mit Menschen mit Demenz.

Aus den Statuten:

1Der Verein bezweckt die Förderung einer demenzfreundlichen Gesellschaft basierend auf dem Interaktionsmodell «Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz».

2Die Förderung einer demenzfreundlichen Gesellschaft umfasst die Verbreitung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Interaktionsmodells «Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz» in den Bereichen

  • I Trainer:innenaus- und weiterbildung in Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz
  • II Interaktionsschulungen für:
    • Menschen mit einer demenziellen Erkrankung
    • An- und Zugehörige von Menschen mit einer demenziellen Erkrankung
    • Freiwillige in der häuslichen oder institutionellen Demenzbetreuung
    • Professionelle in der ambulanten, intermediären oder stationären Demenzbetreuung
    • jegliche Institutionen, die sich für inklusives Zusammenleben mit Menschen mit einer demenziellen Erkrankung engagieren wollen
  • III Kulturentwicklungsprozesse mit Institutionen in der ambulanten, intermediären oder stationären Demenzbetreuung, welche die Interaktionsqualität zwischen Mitarbeitenden aller Hierarchiestufen und Aufgabenbereichen sowie zwischen Mitarbeitenden und Menschen mit einer demenziellen Erkrankung ins Zentrum ihres Institutionserfolges stellen wollen.

3Der Verein vermittelt ausgewiesene Ausbildner:innen, Trainer:innen und Expert:innen für die aufgezählten Bereiche I-III.

4Der Verein kann mit Personen und Institutionen mit gleicher Zielsetzung im In- und Ausland zusammenarbeiten.

Hier können sie die kompletten Statuen als PDF runterladen

Wie arbeiten wir?

Unser Vorstand arbeitet ehrenamtlich:

Bild Andrea Haenni angepasst 

Andrea Hänni, Co-Präsidentin, Gründungsmitglied und CAS Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz

Seit über 10 Jahren beschäftigt mich die Frage, was «gute» Demenzbetreuung ist: Begonnen 2012 am Zentrum für Gerontologie als Forschungspraktikantin, inzwischen als Demenzbeauftragte in der Langzeitpflege. Der Austausch mit Menschen, die Menschen mit Demenz begleiten, stand seit der Mitarbeit an einer Nationalfondsstudie zu Lebens- und Sterbequalität in Pflegeheimen im Zentrum. meines Interesses. Geändert hat sich nur mein Fokus: Dieser liegt inzwischen nicht mehr nur auf den Menschen mit Demenz, sondern auch auf deren Mitmenschen, welchen ich Hilfe, Wertschätzung und Raum für Reflexion und Stärkung in einem geschützten Rahmen anbiete.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.oder 078 712 73 07

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Bernhard Müller, Co-Präsident, Gründungsmitglied

In meiner über 20-jährigen Forschungs- und Bildungsarbeit an der Berner Fachhochschule stand und steht das Zusammenleben mit alten Menschen in unserer Gesellschaft im Zentrum meines Interesses: ein Zusammenleben, das dem Anspruch der Würde, der Entfaltung, der Beziehungs- und Lebensqualität des Menschseins gerecht wird.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 079 776 35 17

Bild Tamara Bloch angepasst 

Tamara Bloch, Aktuarin, Gründungsmitglied und CAS Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz

Mir ist es ein grosses Anliegen, mein Wissen als Trainerin für Angehörige von Menschen mit Demenz weiterzugeben. Durch die Begleitung einer nahen Angehörigen und Menschen mit Demenz, habe ich ein tiefes Verständnis für Herausforderungen und Bedürfnisse entwickelt.

Eine Weiterbildung in Kommunikation hat mir zusätzliche Werkzeuge an die Hand gegeben, um mit Menschen in verschiedenen Situationen empathisch und verständnisvoll umzugehen und es ist mein Ziel, einfühlsame Unterstützung anzubieten, die auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist. Zusätzlich möchte ich dazu beizutragen, dass Würde und Menschlichkeit in allen Lebenslagen gewahrt bleiben.

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Katharina Fricker Siegenthaler, zertifizierte Trainerin Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz

Manchmal können es Angehörige kaum glauben, dass ihre Mutter oder ihr Vater, die sie selbst für so eingeschränkt halten, noch so viel zu sagen haben.

Eigenweltorientierte Kommunikation hat mir neue Türen eröffnet für Begegnungen mit Betroffenen und das Verstehen ihrer Empfindungen und ihres Handelns. Während meiner beruflichen Tätigkeit hat mich das Thema Demenz stark beschäftigt und immer wieder herausgefordert. Sei dies in der Bildungsarbeit oder in der Führungsverantwortung von Heimen.

Demenz geht uns alle was an – Schaffen wir neue Räume für das Verstehen und die Inklusion von Betroffenen!

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Sibylle Guggisberg, zertifizierte Trainerin Eigenweltorientierte Kommunikation Demenz

In meiner langjährigen Tätigkeit als Pflegefachfrau durfte ich viele wertvolle Begegnungen und prägende Erfahrungen mit Menschen mit Demenz sammeln.

Angehörige von Menschen mit Demenz suchen sich diese Aufgabe nicht aus und stossen oft an ihre kommunikativen und emotionalen Grenzen. Sie haben ein Anrecht auf Unterstützung, Bildung und Stärkung - ebenso freiwillig und professionell Betreuende.

Demenz darf nicht nur als individuelle Herausforderung betrachtet werden, sondern erfordert eine gesellschaftliche Verantwortung und einen Kulturwandel in Gemeinden und Institutionen. Dafür setze ich mich ein.

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Unsere Fachgruppen arbeiten projektspezifisch

Unsere Fachgruppen bestehen aus Trainer:innen, Angehörigen, Freiwilligen und Professionellen in der Demenzbetreuung. Sie arbeiten ehrenamtlich. Für definierte Aufträge und Projekte erhalten sie eine vereinbarte Entschädigung.

In unseren Projekten mit Institutionen und Gemeinden arbeiten wir partizipativ-kooperativ mit den beteiligten Anspruchsgruppen. Wir begeben uns mit einer gemeinsam geklärten Absicht auf den Weg.

Wie finanzieren wir die Vereinstätigkeit?

  • Über Mitgliederbeiträge: Kommunikations- und Verwaltungsaufwand des Vereins; Fachgruppen
  • Über Spenden, Gönnerbeiträge: Entwicklungsprojekte des Vereins zur Förderunge einer demenzfreundlichen Gesellschaft.
  • Über den Verkauf von Schulungsunterlagen: Entwicklung und Vertrieb der Schulungsunterlagen
  • Über Drittmittel: Evaluationen, wissenschaftliche Studien, Kulturentwicklungsprojekte für Organisationen, Institutionen, Gemeinden
Die nächste Mitgliederversammlung des Verein Eigenwelt Demenz findet wie folgt statt:
Mittwoch, 29.10. 2025 an der Hallerstrasse 8 oder Schwarztorstrasse 48 von 18.15 Uhr bis 20 Uhr mit anschliessendem Apéro
(aus planungstechnischen Gründen entgegen den Statuten erst in der 2. Jahreshälfte)